Unser Ziel 

ist es, das Publikum spannend und kurzweilig zu unterhalten, sinnlich und spielerisch zu inspirieren und darüber hinaus zum Nachdenken anzuregen. Das mag auch das Anliegen anderer Veranstaltungen sein, aber wir möchten noch konsequenter das Publikum in den Mittelpunkt des Geschehens stellen: Zuerst möchten wir mit unseren gestalterischen Mitteln und der Vielfalt der Sinneseindrücke in erzählten Räumen den Besuchern besonders körperliche Erfahrbarkeiten und somit intensive und authentische Erlebnisse nahebringen. Über sichtbare und hörbare Kommunikationsmittel hinaus lassen sich auch Fühlen, Riechen und Schmecken in einer räumlichen Erzählung effektvoll verwirklichen, was digitale Medien unisono nicht leisten können. Gerade in der nicht-digitalen Kommunikation örtlich gebundener Veranstaltungen liegt ein großes Potential, das in der modernen Ausstellungsgestaltung bislang noch zu wenig genutzt wird. Statt auf digitale und vor allem virtuelle Aufrüstung setzen wir verstärkt auf die Inszenierung realer Gegenstände, auf atmosphärische Gestaltung und auf ein abgestimmtes Spiel der Sinneswahrnehmungen.  

 

Darüber hinaus stellen wir die Besucher oder Teilnehmer weit mehr in den Mittelpunkt des Themas, der Gestaltung und der Dramaturgie. Unsere Themen sollen die Besucher etwas angehen, sie betreffen, verschiedene Meinungen zum Thema zur Diskussion stellen und wiederum eigene Meinungen in den Besuchern beflügeln und konkretisieren. Die Besucher sind keine passiven Rezipienten mehr wie bei einem Film, einem Theaterstück, einem Konzert, einem Buch oder Sportereignis. Bei uns ist Interaktion mit dem Publikum auch nicht nur auf das Anfassen und Ausprobieren können an Media-Stationen beschränkt. Unsere Besucher können die didaktische Struktur auch mal verlassen, ihrer Intuition nachspüren und an vielen Punkten ihre Meinung äußern. Sie fällen auch über den Verlauf der räumlichen Erzählung inhaltliche Entscheidungen, wählen zwischen verschiedenen Wegen und Möglichkeiten aus und nehmen in der Rolle eines Ich-Erzählers die Richtung im mehrgliedrigen Parcours ganz bewusst in die eigene Hand. Die Besucher gestalten somit ganz wesentlich ihre individuell erzählte Geschichte selbst mit.

 

Um eine derart starke Integration des Publikums zu erreichen, müssen wir unsere Themen schon von Anfang an anders aufbereiten, sie in direkten Bezug zu den Besuchern setzen und genügend Entscheidungsfreiheiten innerhalb der Erzählung ermöglichen. Wenn man das für eine Veranstaltungs- oder Ausstellungskonzeption aber weniger als eigene Einschränkung sondern mehr als ein Füllhorn neuer Gestaltungsmöglichkeiten erkannt hat, ergeben sich völlig neue Ansätze für die Dramaturgie, das Setzen von Clous, Irritationen und Pointen sowie einem breiten Spiel verschiedenster Erzählformen. In einer dreidimensionalen Erzählung öffnen sich dann völlig neue Türen, die andere Medien nicht bieten können. Fragen Sie uns gern, was möglich ist.